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Handeln gegen Kinder-/Jugendgewalt – Training zur Stärkung der sozialen Kompetenz

ReBBZ-Mitte - Regionales Bildungs- und Beratungszentrum-Mitte Hamburg

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Name: ReBBZ-Mitte - Regionales Bildungs- und Beratungszentrum-Mitte Hamburg

Telefon (Schule): 040/21902530

Hintergrund:

Das ReBBZ-Mitte nimmt Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen Sprache, Lernen und Verhalten auf. Das Umfeld vieler Schülerinnen und Schüler ist von Armut, Vernachlässigung, Mobbing, Gewalt und auch sexuellem Missbrauch geprägt. Die Auswirkungen lassen sich schon sehr früh im Unterricht erkennen. Daher ist es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen auf handlungsorientierte und differenzierte Lernangebote zurückgreifen können. Das Ziel ist es, den Schülerinnen und Schüler ein gesundes Selbstvertrauen zu vermitteln, damit sie Konflikt- oder bedrohliche Situationen bewältigen können.

Projektschritte und Beteiligte:

Das Training zur Stärkung der sozialen Kompetenzen soll Kinder und Jugendliche in ihrer Fähigkeit stärken, sich gegenüber aggressiven oder übergriffigen Erwachsenen zu behaupten. Die Umsetzung erfolgt an beiden Standorten des ReBBZ-Mitte mit professionellen Trainern. Zwei Klassen aus dem Standort der Heinrich-Wolgast Schule (Klassen 1-4) und 2 Klassen aus dem Standort Pröbenweg (Klassen 5-9) kamen so in den Genuss der professionellen Trainer. Jede der vier Klassen hat einen eigenen Trainer, der als feste Bezugsperson verstanden werden soll. Die Schülerinnen und Schüler übten, sich gewaltfrei und selbstbewusst zu schützen, wobei die Stopp-Regel im Vordergrund steht. Um das Training ansprechend zu gestalten werden verschiedene Situationen in kurzen Theaterszenen angespielt. Das Ziel ist es, die Erfahrung zu machen, dass jeder in der Lage ist aus einer bedrohlichen Situation herauszukommen. Eine weitere Übungseinheit besteht darin, den Schülerinnen und Schüler zu zeigen, dass Menschen verschiedene Körperdistanzen zulassen. Bei dieser Übung steht die Körpersprache im Mittelpunkt. Abschließend finden Reflexionsgespräche zwischen den Trainern und den Lehrerinnen und Lehrern statt, um sich über das Verhalten eines jeden Schülers auszutauschen.

Kosten:

Mit Hilfe der Hertie Stiftung konnten professionelle Trainer zur Gewaltprävention und ein Verhaltenstraining für Schulanfänger finanziert werden.

Ausblick:

Die Kinder und Jugendlichen sollen die Schule als einen sicheren Ort erleben, an dem sie Hilfe verlangen und erhalten können. Dabei spielte das Training eine zentrale Rolle. Rückblickend wünschen sich die Schülerinnen und Schüler Elemente des Trainings im Schulalltag, wie das Beispiel der jetzt grundsätzlich eingeführten Stopp-Regel zeigt. Außerdem hat es ihnen geholfen, neue Situationen besser einzuordnen und Erlerntes anzuwenden. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler hatten zwei erkenntnisreiche Tage, sondern auch die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer. Das Training kann in modifizierter Form von den Lehrkörpern selbst fortgeführt werden.