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Berufe, auf die man sonst nie käme!

Städtische Hauptschule Nord, Gütersloh (Nordrhein-Westfalen)

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Name:  Städtische Hauptschule Nord

Telefon (Schule): 05241 / 822980

Hintergrund:

Die Schule hat in der Vergangenheit immer wieder feststellen müssen, dass die Berufswünsche und Ausbildungsziele ihrer Schüler sich auf nur wenige Berufe konzentrieren. Bei den Jungen wählten über 40%, bei den Mädchen sogar fast 60%, ihre Berufswünsche aus einer Gruppe von nur zehn Berufen aus. Aufgrund dieser Situation war es der Schule ein Anliegen, Schülern alternative Ausbildungsmöglichkeiten aufzuzeigen und die Vielfalt der 350 möglichen Ausbildungsberufe vorzustellen. Es entstand die Idee eines Wahlpflichtangebotes „Neue Berufe“, das die Chance bietet, sich aktiv mit bisher unbekannten Berufen auseinanderzusetzen und diese auch in der Praxis kennenzulernen.

Projektschritte und Beteiligte:

Zunächst erhielten die Schüler durch einen Berufsberater der örtlichen Agentur für Arbeit einen Einblick in die Vielfalt der in Deutschland angebotenen Ausbildungsberufe. Anschließend wurden einige Berufe am Beispiel lokaler Firmen vorgestellt. So erhielten die Schüler die Möglichkeit, bisher unbekannte Ausbildungsberufe, wie die des Bauwerkabdichters, des Flachglasmechanikers oder der Fachkraft für Lebensmitteltechnik, kennenzulernen.

In einem weiteren Schritt beschäftigten die Schüler sich im Rahmen des Unterrichts intensiv mit den konkreten Tätigkeiten der einzelnen Ausbildungsberufe, bevor sie die Möglichkeit hatten, diese bei Firmenbesichtigungen auch in der Praxis kennenzulernen. Zur Vorbereitung dieser Besichtigungen hat die Schule ein breites Netz aus neuen Kooperationspartnern aufgebaut, zu denen Unternehmen bzw. Organisationen aus dem handwerklich-technischen sowie dem kaufmännischen Bereich gehören.

Neben dem Kennenlernen von Berufen stand auch die Weiterentwicklung der Persönlichkeit der einzelnen Schüler im Mittelpunkt des Wahlpflichtmoduls. Durch simulierte Bewerbungsgespräche mit einem Theaterpädagogen konnten die Schüler Differenzen zwischen Selbst- und Fremdbild erfahren und eigene Stärken erleben.

Kosten:

Für die Fahrten zu den verschiedenen Betriebsbesichtigungen, den Arbeitseinsatz des Theaterpädagogen sowie den Besuch einer Ausbildungsmesse entstanden Kosten in einer Gesamthöhe von rund 1.500 €.

Ausblick:

Der Raum soll als Aufenthaltsraum für Schüler genutzt werden, damit diese nicht mehr im Freien auf den Schulbeginn warten müssen. Da die einzelnen Arbeitsschritte eine sehr gute Ergänzung zu den bestehenden Angeboten der Berufsorientierung waren und den Schülern sehr konkrete Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe geben konnten, ist mittelfristig geplant, weitere Projekte rund um den Raum zu initiieren. In diesem Zusammenhang wird überlegt, den Außenbereich vor dem Raum mit einer Überdachung auszustatten und weitere schülergerechte Sitzgelegenheiten herzustellen sowie den Bereich künstlerisch zu gestalten.

Das Schülercafé wird u.a. von Schülerinnen und Schülern als morgendlicher Aufenthaltsraum, Tagungsraum, zum Austausch und für Gruppenarbeiten genutzt. Darüber hinaus trifft sich die SV in diesem Raum und tagt dort.

Im Herbst soll der Raum als zusätzlicher Raum für die jährlichen Projektprüfungen der 9. Klassen genutzt werden.