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Gestaltung der Außenanlage / Schulhofgestaltung

Mittelpunktschule Goddelsheim, Lichtenfels (Hessen)

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Name: Mittelpunktschule Goddelsheim

Telefon (Schule): 05636 / 207

Hintergrund:

Die Schule verfügte bisher nur über einige wenige Angebote zur Beschäftigung bewegungsfreudiger Kinder und Jugendlicher in den Pausenzeiten. Diese fehlende Möglichkeit des „Austobens“ führte bei vielen Schülern zu Angespanntheit und Frustration, die sich nicht zuletzt in Auffälligkeiten im Unterricht widerspiegelte. Bei der Suche nach einer Lösung dieser Problematik entstand die Idee, das Außengelände der Schule umzugestalten und Möglichkeiten zur aktiven Betätigung zu schaffen. Um auch Schülern, die im Unterricht nicht so stark sind, die Möglichkeit zu geben, Anerkennung zu erfahren, wurde überlegt, die Planung des Außengeländes eigenständig durch die Schüler durchführen zu lassen. Dies bot zudem die Chance, Kompetenzen wie Organisationsvermögen, Kreativität sowie handwerkliches Geschick zu fördern.

Projektschritte und Beteiligte:

Im Mittelpunkt der Vorbereitung stand zunächst – unterstützt durch Fachlehrer und die Schulsozialarbeiterin - das Sammeln von Wünschen und Ideen der Schüler zur Gestaltung der Außenanlage, bei dem die einzelnen Fachlehrer genauso eingebunden waren, wie die Schulsozialarbeiterin. In den einzelnen Schulklassen wurde ausgiebig über einzelne Ideen und Wünsche diskutiert, bevor schließlich jede Klasse die Möglichkeit hatte, eine eigene Idee einzureichen, die schließlich in einen Gesamtplan einbezogen wurde.

Der so entstandene Gesamtplan sah vor, dass sich auf dem Außengelände Ruhezonen und Bewegungsbereiche abwechseln. Neben einem Kletter- und Balancierparcours waren eine „Kampfzone“ sowie eine Überholung und Aufwertung des Hartplatzes für Ballspiele angedacht. Zusätzlich sollte eine Brücke mit Beobachtungsröhren über den vorhandenen Schulteich angelegt und ein Podest für die Bienenvölker der schuleigenen Imkerei gebaut werden. Auch sollten auf dem gesamten Gelände Ruhebänke platziert werden.

Die einzelnen Bauvorhaben wurden von den Schülern weitgehend selbst vorbereitet und umgesetzt. Hierfür wurde eigens die AG „Schulhofgestaltung“ ins Leben gerufen, die tatkräftige Unterstützung/Beratung durch einen ehemaligen Ortsvorsteher in Anspruch nehmen konnte. Durch diese direkte Verbindung in die Politik gelang es, zahlreiche weitere Unterstützer (Forstamt, Förderverein u.v.m.) zu gewinnen. In der Bauphase durften die Schüler keine technischen Geräte nutzen, lediglich das Arbeiten mit den eigenen Händen war gestattet. Viele Schüler hatten so die Gelegenheit zu erfahren, was sie mit ihren eigenen Händen eigentlich leisten können.

Kosten:

Für die Anschaffung der verschiedenen Hölzer, Unterkonstruktionen sowie einzelner Spielgeräte entstanden Kosten in einer Gesamthöhe von rund 2.000,- €.

Ausblick:

Das Projekt „Schulhofgestaltung“ ist nie geplant ist, die nun angelegten Dinge müssen regelmäßig erneuert und repariert werden. Angedacht ist, das Gelände in regelmäßigen Abständen umzugestalten und zu erweitern, um auch der nachwachsenden Schülerschaft die Möglichkeit zu geben, Organisationsvermögen, Kreativität und handwerkliches Geschick zu trainieren.