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Neuausrichtung der Schülerfirma

Hakemickeschule Ganztagshauptschule in Olpe (Nordrhein-Westfalen)

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Name: Hakemickeschule Ganztagshauptschule

Telefon (Schule): 02761/94470

Hintergrund:

Vor einigen Jahren wurde im Erstversuch die Schülerfirma mit dem Schwerpunkt „Catering-Service“ gegründet. Doch die Umsätze gingen nach einiger Zeit mehr und mehr zurück. In einer Krisensitzung zum Projekt „Neuausrichtung der Schülerfirma“ wurde eine Anpassung an die aktuelle wirtschaftliche Situation der Schülerfirma beschlossen, um das Bestehen der Firma zu sichern. Trotz aller Schwierigkeiten war die Motivation, die Schülerfirma erfolgreich weiterzuführen, ununterbrochen hoch, gerade vor dem Hintergrund, dass die gewonnenen Erfahrungen im Führen einer Firma die beste Vorbereitung für das spätere Berufsleben ist.

Die Herausforderung bestand darin, eine neue Geschäftsidee zu schaffen, um die Firma wieder zu beleben. Eine Lösung wurde durch die Inspiration im Unterricht gefunden. Lernspiele und Lernmaterialien sollten in Zukunft für den Unterricht entwickelt und in der Schule produziert werden.

Projektschritte und Beteiligte:

Für den erfolgreichen Start gab es eine professionelle Begleitung durch einen Marketingexperten. Aber auch die rechtlichen und steuerlichen Angelegenhei-ten mussten vorher abgeklärt werden. Der nächste Schritt war die Festlegung der Produktionspalette, die zunächst in den benachbarten Schulen vorgestellt und verkauft wurde. Bei den persönlichen Verkaufsgesprächen war es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler diese Aufgabe übernahmen. Auch in die Kundenakquiese und in die Terminvereinbarungen wurden die Schüler einbe-zogen. Sobald es Interessenten und Aufträge gab, wurde das Lernmaterial produziert. Dazu gehörte neben der Beschaffung des Materials die Ermittlung von Kosten sowie auch die Erstellung von Produktions-, und Marketing- und Verkaufsstrategien. Einen großen Wert legte die Schulgemeinschaft darauf, dass der gesamte Produktions- und Vertriebsprozess in den Händen der Schülerfirma blieb.

Begleitet wurde das Projekt von verschiedenen Lehrerinnen und Lehrern. Im kaufmännischen Bereich stand eine Lehrkraft der Schülerfirma zur Verfügung. Die Produktion sowie Entwicklung wurde von zwei Lehrkräften begleitet. Die Lehrer hatten in dem gesamten Projekt die Aufgabe, die Prozesse zu mode-rieren, Lösungsansätze zu entwickeln und zu unterstützen, um die Schüler-innen und Schüler zur „Selbst-Tätigkeit“ zu verhelfen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war das soziale Miteinander in der Schülerfirma. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre erworbenen Kompetenzen in der Schülerfirma anwenden und das Team auf verschiedenen Ebenen voran-bringen. Sie lernen zusätzlich, „Schulwissen“ in betriebswirtschaftliche Kreis-läufe einzubringen, den praktischen Nutzen zu erkennen und im ökonomischen Handeln umzusetzen.

Für die Schulgemeinschaft leistet die Schülerfirma noch immer einen wichtigen Beitrag: Es wird von und miteinander gelernt, weil das Projekt in jahrgangs-übergreifenden Zusammensetzungen arbeitete und so die Kontinuität der Kompetenz- und Wissensweitergabe an die nachfolgenden Projektteilnehmer gewährleistet ist.

Kosten:

Zur Durchführung des Projekts mussten Expertisen zu Marketing sowie eine Recht- und Steuerberatung eingeholt werden. Neben Personalkosten fielen Anschaffungskosten für verschiedenste Materialien zur Herstellung des Lehrmaterials an.

Ausblick:

Die zweite Phase des Projekts soll die Erweiterung des Aktionsradius auf die regionale Ebene sein. Im Zuge dessen soll auch eine Internetplattform entstehen. Zusätzlich müssen Räumlichkeiten für die Produktion geschaffen werden, welche von den Produktionszahlen abhängen. Ebenso ist ein zweites Standbein in Planung: ein Shop rund um Unterrichtsmaterialien. In der letzten Phase wird beabsichtigt, die Schülerfirma wieder zu dem Ursprung zurück zu führen, ein Kiosk, der Snacks und Getränke anbietet. Eine solch bereite Ausrichtung wird angestrebt, weil in Zukunft geplant ist, die Schülerfirma zu einem festen Bestandteil des Wahlpflichtunterrichts werden zu lassen. Somit hätten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, verschiedene Bereich eines Unternehmens zu durchlaufen.