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Leinen los!

Stadtteilschule am Hafen - Standort St. Pauli - Hamburg (Hamburg)

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Name: Stadtteilschule am Hafen - Standort St- Pauli

Telefon (Schule): 040/428843400

Hintergrund:

Die Konzeptgruppe der Schule hat beschlossen, zu Beginn des Schuljahres der Achtklässler ein Projekt durchzuführen, welches die Schülerinnen und Schüler besonders herausfordert. Ausgangspunkt hierfür lieferte die Evaluation aus vergangenen Projekten. Das Projekt „Herausforderung“ sollte implementiert werden mit dem Ziel, Erfahrungen des eigenen Handelns in anderen Bezügen zu ermöglichen. Dazu wurde der Jahrgang 8 ausgewählt, um den „schwierigen“ Lebensabschnitt der Pubertät durch positive Selbsterfahrungen in der Gruppe zu erweitern.

Projektschritte und Beteiligte:

Die Konzeptgruppe der Schule hat beschlossen, zu Beginn des Schuljahres der Achtklässler ein Projekt durchzuführen, welches die Schülerinnen und Schüler besonders herausfordert. Ausgangspunkt hierfür lieferte die Evaluation aus vergangenen Projekten. Das Projekt „Herausforderung“ sollte implementiert werden mit dem Ziel, Erfahrungen des eigenen Handelns in anderen Bezügen zu ermöglichen. Dazu wurde der Jahrgang 8 ausgewählt, um den „schwierigen“ Lebensabschnitt der Pubertät durch positive Selbsterfahrungen in der Gruppe zu erweitern.

Was wollt ihr erleben?

Ist das Ziel gewählt, fangen die Recherchearbeiten an. Dazu gehört z.B. die Reiseorganisation vom Start bis hin zum Ziel und wieder zurück. Dabei muss an viele Kleinigkeiten gedacht werden. Im Blick müssen vor allem die finanziellen Mittel behalten werden. Nicht selten organisieren die Schülerinnen und Schüler Flohmärkte oder Kampagnen, um zusätzliches Geld für das Projekt zu sammeln.

Beispielprojekt:
Zwei 8er Klassen fuhren in zwei unterschiedliche Camps nach Hessen, wo die „Großstadtjugendlichen" zehn Tage mit ausgebildeten Erlebnispädagogen an unterschiedliche „Grenzerfahrungen“ herangeführt wurden: z.B. Unterkunft in der Natur, Übernachtung im Freien Bootsbau, Klettern und Wandern. Hinzu kamen Aufgaben und Übungen zur Allgemeinbildung und zur Verbesserung der Klassengemeinschaft.

So fasste eine Schülerin die gemachten Erfahrungen in eigenen Worten zusammen:
"... so liefen für mich die ersten Tage der Klassenfahrt ab, der Kampf mit der Natur, der Gruppe und dem Tagesrhythmus. In den nächsten Tagen änderte sich dann fast alles. Mädchen und Jungs waren keine Feinde mehr, wir haben nicht mehr so viel diskutiert und wer was macht. Wir haben unsere Gruppe akzeptiert, wir haben Vertrauen miteinander aufgebaut, wir haben uns gegenseitig nicht mehr so viel beleidigt und das Wichtigste war: Wir hatten Spaß miteinander!"

Kosten:

Neben der Anschaffung verschiedenster Grundausstattungen für ein Überleben in der Natur, fielen bspw. auch Honorarkosten für die Erlebnispädagogen an.

Ausblick:

Das Projekt „Herausforderung“ soll langfristig an der Schule etabliert werden. Dafür benötigt die Schule eine Grundausstattung an Ausrüstung, weil sich einige Familien Dinge, wie bspw. einen Schlafsack und/oder Wanderschuhe, nicht leisten können.

Diese Projekte geben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, für die Zukunft ihre Selbstwirksamkeit zu erfahren und ihnen bewusst zu machen, dass sie aktive Gestalter und Teilhaber an der Gesellschaft sind. Dies ist insbesondere für die Schülerinnen und Schüler aus dem sozialen Brennpunkt „St. Pauli“ von großer Bedeutung.