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„JOBwärts“

Kooperative Gesamtschule Schneverdingen – Schneverdingen (Niedersachsen)

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Name: Kooperative Gesamtschule Schneverdingen

Telefon (Schule): 05193 - 51980

Hintergrund:

Die Kooperative Gesamtschule Schneverdingen (KGS Schneverdingen) ist eine der größten allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen und beschult derzeit circa 1.600 Schülerinnen und Schüler in den Schulzweigen Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Eine Besonderheit dieser Schulform ist es, trotz voneinander unabhängiger Arbeit in den Schulzweigen, in einigen Fächern auch schulzweigübergreifend zu arbeiten. Ziel ist es, gemeinsam Lernerfahrungen von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen zu ermöglichen.

Der Hauptschulzweig an der KGS Schneverdingen wird derzeit von knapp 250 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 5-10 besucht. Ziel im Hauptschulzweig ist der Erwerb einer grundlegenden Allgemeinbildung. Die Schülerinnen und Schüler sollen dazu befähigt werden, den individuellen Bildungsweg berufsbezogen fortzusetzen. Die KGS Schneverdingen hat in den letzten Jahren ihr Augenmerk zunehmend auf die Berufsorientierung und die Berufsbildung gelegt. Die Voraussetzung für einen erfolgreichen Start in die duale Berufsausbildung sind eine umfassende Orientierung und gezielte Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler. Deshalb hat die Kooperation mit der Berufsbildenden Schule Soltau (BBS) einen besonderen Stellenwert.

Die BBS Soltau ist mit rund 2.400 Schülerinnen und Schülern und 140 hauptamtlichen Lehrkräften das regionale Kompetenzzentrum für berufliche Bildung im nördlichen Heidekreis. .

Projektschritte und Beteiligte:

Das Projekt "JOBwärts" ist für die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs im Hauptschulzweig der KGS Schneverdingen, in Kooperation mit der BBS Soltau, angedacht. Bei "JOBwärts" werden die Schülerinnen und Schüler an einem Tag in der Woche vier Schulstunden an den Standorten der BBS Soltau in einem von vier optionalen Berufsfeldern fachpraktisch unterrichtet. Die vier Berufsfelder bestehen aus Bauberufen, Metallberufen, sowie den Bereichen Hotel & Tourismus und Pflege & Körperpflege. Der Unterricht beinhaltet neben fach-praktischen Aspekten berufsfeldspezifische Theorieeinheiten. Dabei werden auszugsweise Inhalte des 1. Ausbildungsjahres vermittelt.

Ein weiterer Baustein des Projektes "JOBwärts" ist das verpflichtende Berufscoaching im Ganztagsbereich an der KGS. Dabei werden unter anderem folgende inhaltliche Schwerpunkte gesetzt:

- Berufsorientierung für Unentschlossene in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit

- Verfassen von Bewerbungsschreiben

- Üben von Vorstellungsgesprächen

- Telefoncoaching

- Vermittlung freiwilliger Praktika

Weitere Schwerpunkte von JOBwärts sind unter anderem Einzelberatungsgespräche. Dabei werden die Erziehungsberechtigten der Hauptschüler des 9. Jahrgangs in die KGS eingeladen. An diesen aufwändigen Gesprächen nehmen neben den Eltern, einem JOBwärts-Mitarbeiter, den jeweiligen Schülern auch die Klassenlehrkraft und eine Mitarbeiterin der Bundesagentur für Arbeit teil. 

Ein weitere Schwerpunkt bildete das viertägige Kompaktseminar auf dem Jugendhof Idingen. Dabei erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Bewerbungstraining in Kleingruppen. Am dritten Tag des Seminars stellen sich die Schüler, die eine Ausbildung nach dem Ende des Schuljahres anstreben, bei Betrieben in realen Gesprächen vor und bewerben sich um einen Ausbildungsplatz.

Der dritte Schwerpunkt ist die schulische Nachbetreuung der Schüler, die nach Jahrgang 9 im Hauptschulzweig und somit nach dem JOBwärts-Jahr in Ausbildung gekommen sind. Im kompletten ersten Ausbildungsjahr bieten die Lehrkräfte der KGS Schneverdingen ihren ehemaligen Schülern noch schulische Unterstützung während der Ausbildung an.

Kosten:

Zur Durchführung des Projektes fielen neben Materialkosten hauptsächlich Kosten für das Kompaktseminar in Idingen an. Der größte Teil der finanziellen Förderung wurde für die Busbeförderung zur BBS Soltau aufgewendet.

Ausblick:

JOBwärts ist im Landkreis Heidekreis in Niedersachsen zu einer festen Institution geworden. Es wird von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt und gefördert und hat sich somit nachhaltig etabliert.

Wie es mit dem Kernstück von JOBwärts - der schulischen Nachbetreuung der Auszubildenden im ersten Lehrjahr - weitergeht, ist derzeit offen. Nachdem die KGS-Lehrkräfte diese Tätigkeit in den ersten beiden Jahren ehrenamtlich in ihrer Freizeit durchführten, unterstützt das Niedersächsische Kultusministerium diese innovative Idee nun mehr im dritten Schuljahr mit Entlastungsstunden für die Lehrkräfte. Gespräche über eine Fortführung laufen zwischen dem Ministerium und der Schulleitung.