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Medienarbeit in der GAZ

Georg-August-Zinn-Europaschule in Kassel

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Name: Georg-August-Zinn-Europaschule

Telefon (Schule): 0561/920015010

Hintergrund:

2009 wurde an der Georg-August-Zinn-Europaschule eine Video-AG mit Unterstützung von Schülern ins Leben gerufen. Ziel war, nicht nur die neuen Techniken für alle Kollegen der Schule zugänglich zu machen, sondern auch eine verständliche Anwendung für alle Schüler zu gestalten. Dieses Angebot hat es ermöglicht, zahlreiche Projekte zu realisieren und sich auch erfolgreich bei Wettbewerben zu behaupten.

Themen die Schüler bewegen stehen im Vordergrund und können mit Hilfe der Technik umgesetzte werden. Dazu gehören Probleme und Sachlagen aus dem nahen Lebensumfeld der Schüler, wie zum Beispiel Stadtteilportraits oder Rassismus. Durch gemeinsame Erfahrungen der Schüler wird das Gemeinschaftsgefühl der Schülerinnen und Schüler enorm gestärkt.

Die Schülerschaft besteht aus einem sehr hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund. Vor allem das Arbeiten mit Medien hat sich immer wieder als motivierend bewehrt. Mit großer Motivation und viel Engagement bringen sich die Schüler in diese Projektarbeiten ein und erwerben wertvolle Kompetenzen oder entwickeln neue Stärken.

Projektschritte und Beteiligte:

Die Georg-August-Zinn-Europaschule hat das Glück auf zwei Lehrerkräfte zurückgreifen zu können, die aus dem Medienbereich kommen und ihr Wissen gewinnbringend an die Schüler weitergeben.

Momentan ist der Bereich der Medienarbeit noch auf die Arbeit in den AGs beschränkt und verlangt von den Schülern viel Verantwortung im Umgang mit dem Equipment. Das Medienmaterial muss komplett ausgeliehen werden und erfordert deshalb einen hohen zeitlichen Aufwand.

Alle Projekte verfolgen das Ziel, dass Interesse der Schüler in den Vordergrund zu stellen. Die Kin-der und Jugendlichen setzen sich durchaus kritisch mit den jeweiligen Themen auseinander und reflektieren dabei ihr eigenes Handeln. Die Erfahrung mit den vorangegangenen Medienprojekten zeigt, dass dieses mit Hilfe von Filmen hervorragend gelingt. Die Schüler lernen dabei grundlegende Elemente der Filmsprache kennen. Dazu gehören u.a. Einstellungsgröße, die Rolle von Musik, Geräusche und Kommentartext und Interviewsituation. Außerdem lernen sie, diese Elemente mit der Kamera aufzunehmen und später in einem kreativen Prozess zu einem Ganzen zusammenzufügen.

Einblick in das Videoprojekt zu „1100 Jahre Kassel“:

Botschafter aus dem Jahr 2040

"Hey, das ist doch kein Photo, das ist doch gemalt - oder?" ruft die kleine Besucherin neugierig den GAZ-Schülern zu, die ihren Stand in der Ausstellung "Träum' deine Stadt" betreuen. Laut muss sie rufen, denn mindestens zwei Grundschulklassen erobern soeben gleichzeitig den großen, hohen Lichtsaal in der gut besuchten documenta-Halle. Insgesamt werden am Ende der drei besuchsof-fenen Tage knapp 2000 Kinder und Jugendliche dutzende Präsentation verschiedener Klassen- und Kurse aus Schulen der Stadt zum Thema Zukunft gesehen haben.
Ettliche bleiben am Stand 16 staunend stehen. Sie stülpen sich die Kopfhörer über die Ohren und lauschen den Versionen von GAZ-Schülerinnen und Schülern, die sich mit ihrem LiV (Lehrer im Vorbereitungsdienst) Daniel Aschenbrenner auf eine Zeitreise gewagt haben: Wie sieht das Leben in Oberzwehren in 30 Jahren aus? Und wie werden sie selbst im Jahr 2040 aussehen? Programmierte Porträts mit Briefen aus der Zukunft ergänzen die digitalen Visionen. Lächelnd wendet sich später eine ältere Besucherin von einem der Avatare ab und dem realen Schüler P. zu: "Du siehst jetzt aber wirklich besser aus als dann!"

Text von Marcus Angebauer

Kosten:

Für das langfristige Medienprojekt wurden verschiedenste Medientechniken im Wert von ca. 4.000,- Euro angeschafft. Dazu gehörten neben den Camcordern auch Stative und ein Mikrofonset.

Ausblick:

Die Medienarbeit der Georg-August-Zinn-Europaschule hat bereits einen festen Bestand im Nachmittagsangebot und in den Projektwochen. Zukünftig sollen die Medienangebote ausgebaut und auch im Vormittagsunterricht ihren Platz finden.

Geplant sind auch weitere Kooperationen mit dem Hessischen Rundfunk, der den Filmen und anderen Medienprojekten der Schule eine Plattform bieten soll. Es ist ungemein motivierend für die Schüler, die eigenen Produkte im „echten“ Fernsehprogramm ausgestrahlt zu sehen.