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„Bau eines Imkerhauses“

Haupt- und Realschule Eschershausen – Eschershausen (Niedersachsen)

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Name: Haupt- und Realschule Eschershausen

Telefon (Schule): 05534 - 2182

Hintergrund:

Die Schülerfirma (Imkerei) der Haupt- und Realschule Eschershausen (HRS Eschershausen) konzentriert sich schon seit über zehn Jahren auf die Produktion und Vermarktung von Honig und Bienenwachs. Das bisher genutzte Imkerhaus wies starke bauliche Mängel auf, es konnte nicht mehr repariert werden. Aus diesem Grund beschloss die Schule, dass für die sehr erfolgreich arbeitende Schülerfirma ein neues Imkerhaus gebaut werden sollte. Dieses sollte den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, wieder in angemessenen Räumlichkeiten arbeiten zu können.

Projektschritte und Beteiligte:

Mit viel Enthusiasmus und großer Energie der Schülerinnen und Schüler wurde das Projekt "Bau eines Imkerhauses" der HRS Eschershausen in Zusammenarbeit mit der Georg-von-Langen-Schule (Berufsbildende Schule Holzminden) im September 2014 gestartet. Zwischen der Georg-von-Langen-Schule und der HRS Eschershausen besteht seit vielen Jahren eine sehr gute Lernkooperation.

Zunächst mussten sich die Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrganges für das Projekt bewerben, da dieses sehr arbeitsintensiv war und wöchentlich stattfand. Die Schülerinnen und Schüler nahmen ein ganzes Jahr, jeden Mittwoch, unter Anleitung fachkundiger Praxislehrer der BBS Holzminden an diesem Projekt teil.

In der ersten Woche wurden alle Schülerinnen und Schüler mit den Sicherheitsbestimmungen einer Baustelle vertraut gemacht. Anschließend wurden Sicherheitsschuhe und Arbeitskleidung besorgt, wonach dann mit dem Rückbau der maroden und alten Imkerbaracke begonnen werden konnte.

Der zweite Bauabschnitt des Rückbaus bestand darin, die vorhandenen alten Betonplatten zu glätten und zu vergrößern. Hierzu wurde maroder Beton beseitigt, die neue Fläche eingeschalt und im Frühjahr 2015, nach der Frostperiode, eine neue Betonplatte gegossen, um eine Vergrößerung der Grundfläche möglich zu machen. Hierbei waren auch ehemalige Schülerinnen und Schüler der HRS beteiligt, die mittlerweile in der BBS unterrichtet werden.

Der nächste Schritt des Projektes begann im Oktober 2015 in der Berufsschule. Dort zeichneten die Schülerinnen und Schüler die Wand- und Dachkonstruktion, ermittelten geeignete Materialien, erstellten Kostenvoranschläge und kauften das Material ein.

Daraufhin folgte im November 2015 der vierte Bauabschnitt, in dem Schülerinnen und Schüler die Wand- und Dachkonstruktion bauten. Diese Elemente wurden anschließend mit einem LKW, dabei wurde die Schule von der Samtgemeinde unterstützt, auf die Baustelle gebracht und dort zum Imkerhaus zusammengebaut. Im Mai 2016 wurde das neue Imkerhaus vor Ort von den Schülerinnen und Schülern montiert und im September wird das Dach eingedeckt. Die notwendige Dacheindeckung wurde von der Dachdeckerinnung gespendet. Zuvor wurde ein zünftiges Richtfest gefeiert, von einer Schülerin der Richtspruch gehalten, der letzte Nagel eingeschlagen und ein Glas zerbrochen, auf das dem Imkerhaus auf immer Glück beschert werde.

Kosten:

Der größte Teil der finanziellen Förderung wurde für das benötigte Holz aufgewendet. Darüber hinaus fielen weitere Kosten für den Rückbau, die neue Fundamentplatte, den Erdaushub und die Anschaffung zahlreicher Baumaterialien an.

Ausblick:

Neue Schülerinnen und Schüler konnten sich für die Weiterarbeit am Imkerhaus bewerben. Die Ausgewählten werden im nächsten Schuljahr die Außenverkleidung anbringen und den Innenausbau durchführen. Das Haus wird anschließend nicht nur von der Schülerfirma, sondern von der gesamten Schülerschaft genutzt. Insbesondere die Auswertung von Daten der Solaranlage, Beobachtungen beim Schlupf von Wildbienen usw. sollen im Unterricht Anwendung finden. Viele Schülerinnen und Schüler haben schon weitere Ideen, z. B. den Bau einer Terrasse und die Herstellung von Holzbänken, um am Projekt weiterarbeiten zu können.