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"Versunkenes Traumschiff" - Eine integrative Kletterspiellandschaft

Karl-Preising-Schule, Bad Arolsen (Hessen)

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Name: Karl-Preising-Schule

Telefon (Schule):  05691 / 899 181

Hintergrund:

Auf dem Außengelände der Schule befand sich ein alter und maroder Kletterturm, der aufgrund seines Alters nicht mehr den heutigen Sicherheitsanforderungen entsprach und erneuert werden musste. Da der Turm in der Vergangenheit nicht von Kindern mit Bewegungseinschränkungen genutzt werden konnte, stand bei der Planung im Vordergrund, die Kletterspiellandschaft so zu gestalten, dass diese für alle Kinder zugänglich ist. So ergab sich z.B. die Befahrbarkeit mit dem Rollstuhl als klare Planungsvorgabe. Als Motto für die neue Kletterlandschaft entschied man sich für ein „versunkenes Traumschiff“ in Form eines Schiffswracks, da dies bei Kindern viel Faszination auslöst.

Projektschritte und Beteiligte:

Im Rahmen einer Schülerbeteiligung wurden in mehreren Klassen Ideen für die Gestaltung des Traumschiffs gesammelt und Ausstattungsdetails festgelegt. Die Schüler waren sich in der Anzahl der Wrackteile schnell  einig: Ein Bug, der Mast mit Takelage und ein Heckteil sollte das Schiffswrack haben.

Um die Kletterlandschaft für Kinder mit Bewegungseinschränken zugänglich zu machen, wurde ein für Rollstuhlfahrer befahrbarer Rundweg angelegt, der Zugang zu den verschiedenen Wrackteilen bietet und über den man auch auf den Bug des Schiffes fahren kann.

Die Lage der „Wrackteile“, d.h. der zusammenhängenden Spielpodeste im Gelände, wurde durch den vorhandenen Baumbestand bestimmt, da hier Sicherheitsabstände einzuhalten waren. Die Planung des gesamten Konzeptes erfolgte durch eine auf sozialpädagogische Gartenarbeit spezialisierte Garten- und Landschaftsplanerin.

Die Umsetzung des „versunkenen Traumschiffs“ erfolgte abschnittsweise und soweit möglich mit Kinderbeteiligung. Ausstattungselemente wie z.B. ein Steuerrad und ein Schiffstelefon wurden im Rahmen von Schülerprojekten gestaltet.

Kosten:

Für die Anschaffung verschiedener Kletternetze, Podeste, Rampen und eines Segelmasten entstanden Materialkosten von rd. 5.000,- €. Zusätzlich trugen andere Sponsoren und der Förderverein der Schule dazu bei, dass zahlreiche weitere Elemente auf dem Außengelände realisiert werden konnten.

Ausblick:

Das „versunkene Traumschiff“ wird gut angenommen, vor allem Kinder mit Bewegungseinschränkungen freuen sich darüber, nun eine geeignete Spielfläche nutzen zu können. Entlang der befestigten Wege ist noch viel Gestaltungsspielraum vorhanden, der nun nach und nach als zusätzliche Spielfläche von Schüler gestaltet werden soll.