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Einrichtung eines Kontaktcafès

Philipp-Reis-Schule, Gelnhausen (Hessen)

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Name:  Philipp-Reis-Schule

Telefon (Schule): 06051 / 2102

Hintergrund:

Die Schule verfügt über ein großes Einzugsgebiet. Schüler haben zum Teil eine Anreise von bis zu 50 Kilometern vom Heimatort zur Schule, der Großteil der Schüler nutzt hierfür den regionalen ÖPNV. Aufgrund der Fahrpläne des ÖPNV sind viele der Schüler bereits 45 Minuten vor Beginn des Unterrichts am Schulgebäude. Da ein entsprechender Raum nicht vorhanden war, warteten die Schüler bisher bis zum Unterrichtsbeginn vor dem Schulgebäude, was insbesondere im Winter für viele unangenehm war.

Ziel des Projektes war es, einen bisher als Lagerraum genutzten Raum mit Außenzugang zu einem Kontaktcafé auszubauen, das morgens als Aufenthaltsraum genutzt werden kann und nachmittags als Raum für die Schülervertretung oder Gruppenarbeitsraum zur Verfügung steht. Um den Raum möglichst attraktiv werden zu lassen, sollte er mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet werden, über die die Schülervertretung, Arbeitsgruppen sowie Lehrer oder örtliche Unternehmen Kontakt zu den Schülern aufnehmen können. Hierfür sollte eine Säule in der Mitte des Raumes mit Kork verkleidet werden und als Kontaktwand fungieren, außerdem sollten Medien wie eine Magnetpinnwand und ein Flipchart zum Einsatz kommen

Projektschritte und Beteiligte:

Nach der Bildung einer Arbeitsgemeinschaft aus Lehrern (Vertrauenslehrer, Kunstlehrerin, Arbeitslehre-Lehrern und Schulleiterin) und Schülern der Schülervertretung wurden Ideen zur Schaffung des Kontaktcafés gesammelt. Innerhalb der Arbeitsgemeinschaft wurde im Anschluss an die Ideensammlung dann ein detaillierter Projektplan entwickelt, der alle erforderlichen Arbeitsschritte beinhaltete und die Arbeit der beteiligten Personen koordinierte.

Die einzelnen Arbeitsschritte waren:

Ausräumen des Raumes

Reinigung des Raumes

Renovierung von Wänden und Decken (Spachteln, Beseitigung von Wasserschäden, doppelter Anstrich)

Ummantelung einer Säule im Raum mit Kork

Aufstellung von Regalen

Erarbeitung von Benutzungsregeln des Raumes durch Schüler

Kunst-Wettbewerb zur Wandgestaltung

Vorstellen des Projektes

Festlegen möglicher Themenbereiche

Gruppenbildung

Erarbeitung von fachspezifischen Umsetzungskriterien

Auseinandersetzung mit möglichen Motiven

Auswertung erster Entwürfe

Projektdurchführung

Ausstellung der Ergebnisse am Tag der offenen Tür 2013

Abstimmung der Schülerschaft an diesem Tag üer gelungene Gestaltungen

Präsentation des Rankings am Ende des Tages der offenen Tür

Installation der gewünschten Keilrahmen im Schülercafé

Aufhängen von Keilrahmen mit ausgewählten Werken von Schülern

Aufstellung eines Getränkeautomaten

Einweihung des Raumes

Für die Umsetzung der einzelnen Arbeitsschritte wurden Arbeitsgruppen gegründet, die die Arbeiten - unter Anleitung - eigenständig vorbereiteten, Einkäufe und Kosten kalkulierten, Materialpläne vorbereiteten und alle Arbeitsschritte durchführten. Dies ermöglichte zusätzlich, allen Schülern erste Einblicke in Ausbildungsberufe zu geben (gewerblich/technisch: Arbeitsplanung und -vorbereitung; kaufmännisch: Grundlagen der Kalkulation; künstlerisch: graphische Gestaltung).

Kosten:

Für die Anschaffung von Spachteln, Farbrollen, Farbe, Kanthölzern sowie einer Magnettafel, einer Flipchart und eines Moderationskoffers entstanden Kosten in Höhe von rund 3.000,- €.

Ausblick:

Der Raum soll als Aufenthaltsraum für Schüler genutzt werden, damit diese nicht mehr im Freien auf den Schulbeginn warten müssen. Da die einzelnen Arbeitsschritte eine sehr gute Ergänzung zu den bestehenden Angeboten der Berufsorientierung waren und den Schülern sehr konkrete Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe geben konnten, ist mittelfristig geplant, weitere Projekte rund um den Raum zu initiieren. In diesem Zusammenhang wird überlegt, den Außenbereich vor dem Raum mit einer Überdachung auszustatten und weitere schülergerechte Sitzgelegenheiten herzustellen sowie den Bereich künstlerisch zu gestalten.

Das Schülercafé wird u.a. von Schülerinnen und Schülern als morgendlicher Aufenthaltsraum, Tagungsraum, zum Austausch und für Gruppenarbeiten genutzt. Darüber hinaus trifft sich die SV in diesem Raum und tagt dort.

Im Herbst soll der Raum als zusätzlicher Raum für die jährlichen Projektprüfungen der 9. Klassen genutzt werden.