main background

Graffito an der Sporthalle

Stadtteilschule Stellingen - Hamburg

img

Name: Stadtteilschule Stellingen

Telefon (Schule): 040/428 898 01

Hintergrund:

Bevor die Sporthalle der Stadteilschule Stellingen langsam zu einem Gesamtkunstwerk von Schülerinnen und Schülern umgestaltet wurde, ragte das Gebäude wie ein großer grauer Klotz in den Stadtteil hinein. Es musste eine Veränderung her und so war die Idee geboren, die äußeren Wände der Sporthalle, die von allen Seiten von der umliegenden Nachbarschaft eingesehen werden können, künstlerisch zu verändern.

Im Jahr 2010 begann die Umgestaltung der ersten Wand des Gebäudes. Unter dem Thema "Klimaschutz" wurde gemeinsam mit Austauschschülern aus Bosnien  an der ersten Veränderung gearbeitet und ebnete den Weg für ein jährlich neues Kunstprojekt für die nächsten Jahre. 2011 wurde es durch die Innovationsförderung möglich, auch die zweite Wand der Sporthalle mit einem Graffito zu gestalten. Diesmal wurden die Profile der Schule, sowie der Schriftzug und das Logo künstlerisch dargestellt.

Das neuste Kunstprojekt, welches im Jahr 2013 umgesetzt wurde, widmete sich dem Thema "Zivilcourage und Toleranz".

Projektschritte und Beteiligte:

Bevor mit dem streichen,  zeichnen, malen und sprayen begonnen werden konnten, musste zunächst das Gerüst entlang der Wand aufgestellt werden. Die Fläche, die später das Kunstwerk tragen sollte, wurde von Schülerinnen und Schülern der Praxisklasse weiß grundiert. Diese ersten vorbereitenden Schritte wurden in den Projektunterricht der Praxisklasse eingebunden. Im nächsten Schritt entwarfen verschiedene Kunstkurse gemeinsam mit dem französischen Künstler Darco Gellert Motive für die Fassadengestaltung. Die entstandenen Ideen wurden vorerst an die blanke Wand skizziert und später mit Farben ausgemalt und gesprüht.

Das Projekt stand unter der Leitung von Kunstlehrerinnen und -lehrern der Schule und dem o.g. französischen Künstler Darco Gellert, der bereits bei mehreren kunstpädagogischen Projekten der Schule mitgewirkt hat. Gerne unterstützten auch Eltern und Anwohner aus der Nachbarschaft das Vorhaben und waren nicht nur in die Verpflegung eingebunden.

Die Umsetzung wurde mit Hilfe der Schülerinnen und Schüler, die fast alle ihre Freizeit dafür opferten, innerhalb einer Woche durchgeführt. Somit war es möglich, die neu gestaltete Sporthalle auf dem Kulturfest am Wasserturm allen Anwesenden vorzustellen. Nun ragt das fast vollendete Kunstobjekt farbig und für alle sichtbar in die Nachbarschaft. Damit schafft es eine harmonische Atmosphäre und verleiht der Schulgemeinschaft eine einzigartige Identität.

Kosten:

Neben dem Künstlerhonorar waren Anschaffungen verschiedenster Materialien, wie Gerüst, Wandfarben, Spraydosen und Malutensilien nötig. Die Gesamtkosen umfassten ca. 6.000,- Euro, die durch Spendenunterstützung und externe Finanzierungen abgedeckt wurden.

Ausblick:

Für die Zukunft ist eine weitere Sporthalle geplant. Das Bezirksamt könnte die Planung und Gestaltung der Außenfassade unter Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler durchführen. Weitere Profile, wie bspw. das Kulturprofil der Schule könnten im Rahmen des Kulturagentenprogramms, bunt und plakativ öffentlich sichtbar gestaltet werden. Das Projekt kann bewirken, dass auch noch weitere pädagogische Bauten in der Farbgestaltung nach den Ideen und Visionen der Schülerinnen und Schüler gestaltet werden.